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Ideenzug – und wer kümmert sich um konkrete Probleme?

Bei der Vorstellung des „Zug der Zukunft“ (#ideenzug) hat man als Bahnkunde nicht den Eindruck, es ginge hier um nächste Schritte. Was soll bitte ein Fitnesscenter, wenn zunehmende Beschleunigung und Geschwindigkeit eher eine Anschnallpflicht aufkommen lassen? Der Kunde wird als zu betreuendes Wesen konstruiert, das kameraüberwacht zum optimierten Platz geleitet wird und dann zwischen TV-Sport, Spiel(sucht) und Entspannung wählen darf.
Events, auf denen die Dringlichkeit von freien auch sinnvoll klimatisierten Plätzen, mit Steckdosen, WLAN und wenigstens Mobilfunkverbindungen, mit schnelleren und zuverlässigen Fahrt- und Umstiegszeiten sowie Takte unter zwei Stunden bis gar nicht, regelmäßig thematisiert und angegangen würden, hielte ich für sinnvoller.
Auch gehört das Blickfeld bei der Kundenorientierung über den Zug hinaus erweitert: Pendler leiden auch unter der Verwahrlosung der Bahnhöfe (Toilettenunwesen) und Halte, die Probleme der Schnittstellen zu den tatsächlichen Wohnungen (Parkplätze, Busverbindungen), auch die Behandlung der Problematik, dass Pendeln überhaupt so zunimmt, erschiene mit ebenfalls weitaus mehr angebracht als solcher Budenzauber.
Systematisch nachdenken müsste man unbedingt auch über Prozesse und Trägheiten innerhalb des Bahnbeamtenwesens, sei es bei der Übermittlung von Nachrichten über Verspätungen oder auch bei den regelmäßig jahrzehntelangen  Planungs- und Genehmigungsverfahren der Bahnprojekte.

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