Aktion Partizipation

Apps & Freifunk statt Kontrollgänger

 

 

Während der Staat aktuell das Internet vor allem als billigen Träger für grenzenlose Überwachung nutzt, versuchen wir Piraten den Gedanken zu verbreiten, dass Zugang zum Internet auch gesellschaftliche Entwicklungen im Hinblick auf Selbstorganisation und Beteiligung von Betroffenen an Entscheidungen beflügeln kann. So haben wir in der Stadt Bad Reichenhall bisher vergeblich darauf hingewiesen, dass Freifunk und freies WLAN nicht vor allem ermöglichen soll, dass jemand kostenlos seine E-Mails checkt, sondern damit ganz neue Dienste und Services mit gesellschaftlichem Nutzen entwickelt werden könnten.

Als Beispiel haben wir auf Apps wie „Maerker“ (analog Mark Brandenburg, andernorts „Beschwerdemanagement“, „Ordnungsamt-Online“ u.v.m.) verwiesen, bei denen Bürger via Smartphone mit Foto und GPS-Lokalisierung auf defekte Straßenleuchten oder auch unterwanderte Dämme, überquellende Papierkörbe usw. hinweisen. Das allerdings effizienter als viel teurere Kontrolleure.

Mit informationeller Unterstützung und idealerweise einer Spende an Freifunk von einem oder zwei Monatsgehältern statt Kontrollkräften könnte die Stadt erreichen, dass an allen Spielplätzen die Begleitpersonen der Kinder und auch Bürger andernorts per „Maengelmelder“ usw. auftretende Probleme frühzeitig an die Verantwortlichen zur gezielten Bearbeitung weitergeben können. Es bestünde hier für die Stadt mit kleinem Investment eine gute Chance, sich innovativ und produktiv zu profilieren.

Zu kleinem?

z.B.

Mängelerfassungssystem „Melde-Michel“ in Hamburg

Der Melde-Michel ist eine zentrale Plattform, über die Bürgerinnen und Bürger Schäden an der öffentlichen Infrastruktur melden sowie Hinweise oder Verbesserungsvorschläge unterbreiten können. Mit ihm wird sichergestellt, dass diese Meldungen in einem standardisierten Verfahren unmittelbar an die jeweils zuständige Stelle in der Hamburgischen Verwaltung (wie zum Beispiel die Bezirksämter oder Betriebe wie die Stadtreinigung Hamburg) weitergeleitet werden. Vorrangiges Ziel des Melde-Michels ist es, den Meldeweg zur zuständigen Stelle zu verkürzen und für die Bürgerinnen und Bürger zu vereinfachen. Die zuständigen Dienststellen prüfen die verschiedenartigen Meldungen und beheben gegebenenfalls den angezeigten Mangel, indem sie zum Beispiel Spielgeräte auf Spielplätzen reparieren, Hecken schneiden oder Schlaglöcher beseitigen. Dies geschieht in einigen Fällen zeitnah und in anderen Fällen im Rahmen bereits bestehender Planungen zeitversetzt.

zur Problematik:

http://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/59030/betreibt-der-senat-einen-datenfriedhof-f%C3%BCr-b%C3%BCrgeranliegen-zahlen-daten-fakten-zdf-zum-m%C3%A4ngelerfassungssystem-%E2%80%9Emelde-michel%E2%80%9C.pdf

Hier geht es zum „Melde-Michel“: http://www.hamburg.de/meldemichel/

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